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Der Doppelschal ist ein speziell angefertigtes Schultertuch, das zum Kassettl und wie in früheren Zeiten auch zu trachtiger Kleidung hauptsächlich im Bezirk Kitzbühel und Pinzgau getragen wurde.

Nach langen Recherchen  ist es uns gelungen dieses wertvolle Stück der Tiroler Tracht wieder zu beschaffen.

Er wird nach einem 100 Jahre alten Doppelschal nachgefertigt und hat die ursprüngliche Länge und Breite sowie  die vier Hauptmuster von der Mohnblume, Paisleymuster, Akanthusblatt sowie in der Länge und Breite laufende indische Borte.  Es ist schön, dass die Nachfrage nach diesem Stück Geschichte immer noch gegeben ist.

Die Trägerin hat die Möglichkeit sich aus 9 verschiedenen Farbmustern einen für sie passenden auszusuchen. Den Doppelschal gibt es nicht immer auf Vorrat er wird meistens nur auf Bestellung (große Stückzahl) gefertigt. Die Lieferzeit kann deshalb bis zu einem Jahr betragen.

Lagernd und dadurch kurzfristig lieferbar sind derzeit die Nummer 1, 2, 3, 5, 6, und 7

 

Besichtigungsmöglichkeit der Farbmuster  

Ehrenstraßer Christine

Trachtenschneiderei

Mobil: 06801303927

trachtenschneiderin@aon.at

Historisches
Der so genannte „Doppelschal“ hat seinen Namen daher, dass er in „doppelter Breite“ gewebt ist. Er besitzt traditionell 
ein Paisleymuster, das in den verschiedensten Variationen (mit und ohne Streifen) und mehreren Farben vorkommt.
Dieses abstrakte Muster aus pflanzlichen Motiven (ein Blatt mit einem spitz zulaufenden gebogenen Ende, aber auch
Mohnkapseln und stilisierte Akanthusblätter) stammt aus Persien, wo es bereits im 3. Jahrhundert verbreitet war. 
Schon die Kreuzritter brachten im Mittelalter vereinzelt Seidentücher mit diesem Motiv aus dem Orient mit nach Europa,
doch erst durch die englische Kolonialherrschaft in Indien wurde das Muster in Großbritannien populär. Königin Victoria
(1819 – 1901) fand besonderen Gefallen an diesem Motiv und machte es zu einem Modetrend. So gehörten Kaschmir-Schals
mit handgesticktem Paisleymuster zur exklusiven Ausstattung des britischen Hochadels, und dieser Modetrend verbreitete
sich schnell in ganz Europa.
Nachdem in der schottischen Stadt Paisley geschäftstüchtige Weber Stoffe mit diesem Muster aus heimischer Wolle herstellten,

verbreitete sich das Motiv auch in breiten Bevölkerungsschichten und erhielt den Namen der Stadt. Aus diesem Modetrend
heraus fanden gegen Mitte des 19. Jahrhunderts exclusive Stoffe mit Paisley-Muster, die inzwischen auch schon in Böhmen
gewebt wurden, Einzug in unsere heimische Trachtenlandschaft. Frauen, die sich einen Paisley-Schal leisten konnten,
begannen diese Schultertücher zur Festtagstracht zu tragen, und seither gehört der so genannte "Doppelschal"
zur Ausstattung der heimischen Kassettl-Tracht.